|
TAZ 28/29.08.04 - CBR
Gute Stofftiere, schlechte Stofftiere
Mein Teddy fristet seit geraumer Zeit ein unwürdiges Dasein
auf dem Schrank. Was macht man mit alten Plüschtieren? Wegwerfen?
Nein, lieber ins Humana bringen, denn dort castet Andreas Walter
Kuscheltiere für die einzige Schmusetier-Soap Berlins.(...)
Zitty 7/03 - Katja Winckler
Das pralle Leben im 15-Minuten-Takt
(...) In die lange Reihe von jungen Berliner Literaten stellt sich
jetzt auch Andreas Walter, Buchhändler, Initiator des (...)
Theaterprojektes 'Interpicnic'. Er hat die ungewaschenen Schmusetiere
in der Secondhand-Kette Humana für einen Euro gekauft, an Stöcken
befestigt und damit seine Schmusetier-Soap Humana - Leben in Berlin
geschaffen.
Zu sehen ist das Stofftiertheater in der Veranstaltungsreihe 'Waltermeister'
von Andreas Walter und dem Off-Schriftsteller Claudius Hagemeister
im Emil Bock Institut.
Berliner Morgenpost 30.07.03 - luet
Finanzschwaches Stoffschwein
Der Kasper kommt zurück. (...) Autor Andreas Walter, ein Unternehmer
aller Art, promovierter Germanist und Theaterwissenschaftler, ehemaliger
Klomann und Proband, setzt auf bewusste Semiprofessionalität.
Tip 15/03 Cla
Ralf ist arbeitslos, und seine Freundin hat ihn gerade mit seinem
besten Freund betrogen. Seine Mutter glaubt, er ist schwul, und
dann geht auch noch seine Firma pleite. Liebe, Intrigen, Leidenschaft:
der Stoff, aus dem die Soaps gestrickt sind. Nur dass Ralf kein
gut gebauter Frauenheld ist, sondern ein Schwein aus rosa Plüsch
(...). Der Theatermacher Andreas Walter hat mit seiner Schmusetier-Soap
'Humana - Leben in Berlin' eine Bühnenform erfunden, die billig
zu produzieren und flexibel einsetzbar ist. An die Rückwand
der kleinen Guckkastenbühne werden Dias geworfen (...) Andreas
Walter und seine Kollegin Ulrike Dittrich bewegen die Stofftiere
an langen Drähten über die Bühne und lesen dabei
den Text. (...)
Der Tagesspiegel Ticket 26.06.03 - CW
Für Maike mache ich so einiges.
Mit schwer identifikationstauglichen Titeln brilliert Andreas Walters
kultverdächtige 'Schmusetier-Soap'(...). Themen wie Beziehungsstress
('Gabi macht Schluss'), Generationskonflikte ('Vater, es reicht')
oder Arbeitslosenzahlen ('Ein Job für Ralf') demonstrieren
Zeitnähe und engagierten Sozialrealismus. (...)
Tip 22/04
Schmusetier-Soap
(...) Es war einmal irgendwo in Mitte...da tummelten sich kleine
obdachlose Stofftierchen im Secondhand, Andreas Walter von Interpicnic
castete sie, gründete das erste Kuscheltier-Theaterensemble
und schrieb seinen kleinen neuen Stoffkollegen Berlins erste Schmusetier-Soap
und Großstadtfabel auf den Leib. Seither kann man sich an
jedem letzten Samstag im Monat auf kuschelige Unterhaltung freuen.
(...)
Der Tagesspiegel 28.10.04 - Florian Urschel
Gute Zeiten, plüschige Zeiten
Zwei Berliner spielen Geschichten aus dem Leben nach - mit Stofftieren
Kuscheltiere sind lebendige Wesen. Kleine Kinder wissen das noch,
Erwachsene haben das meistens vergessen. Da ist es gut, dass es
Andreas Walter gibt: Der 38-jährige Buchhändler hat die
Theater-Seifenoper 'Humana - Leben in Berlin' erfunden. Die Seriendarsteller
sind Kuscheltiere - mit den Problemen und Gefühlen von Menschen
Mitte dreißig. An jedem letzten Sonnabend im Monat erzählt
Walter, zusammen mit der 32-jährigen Ulrike Dittrich, in einem
ehemaligen Blumenladen in Mitte Geschichten aus dem Leben der Stoffkameraden.
An Metallstangen befestigt tänzeln die Tiere über die
Bühne, diskutieren, streiten oder lieben sich. Die Bühne
- das ist ein Umzugskarton, an dessen Rückwand Diaaufnahmen
aus Berlin projiziert werden: ein Hauseingang, eine Imbissbude oder
ein Park. 'Die Szenen sollen so alltäglich wie möglich
sein', sagt Walter. 'Weil Kuscheltiere die Hauptfiguren sind wird
das Ganze plötzlich lustig.' (...) Insgesamt leben in der 'Humana'-Welt
mehr als 40 Stofftiere. (...) Den meisten Tieren sieht man ihren
Charakter sofort an (...). So zum Beispiel der depressiven Petra,
dem Hund mit den traurigen Augen. Viele Zuschauer erkennen sich
in Ralf und Co. wieder. Für Walter kein Wunder: 'Ich baue die
Geschichten meiner Freunde oder selbst erlebte Sachen ein.' Daher
waren Walters Vater und Mutter etwas erstaunt, als die Hauptfiguren
Hochzeit feierten. 'Die Eltern dachten gleich, ich heirate.' Diese
Szene war aber frei erfunden.
|