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KREUZBERGER PASSIONSSPIELE.
Der Leidensweg eines Kreuzbergers in 14 Stationen

 

 
   

Die Geschichte, die erzählt wird, ist eine Kreuzberger Interpretation der biblischen Passionsgeschichte und des katholischen Passionsritus. Dabei steht nicht der historische Aspekt im Vordergrund, sondern Gefühle, Ziele und Charaktere von Menschen in der Kreuzberger Gegenwart. Laiendarsteller und Schauspieler zeigen im gemeinsamen Spiel eine alltagskompatible Passionsgeschichte.

1. Station Nathalia und Micha beschuldigen Jörg
Jesus wird zum Tode verurteilt

2. Station Jörg verteidigt sich nicht
Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

3. Station Jörg leidet
Jesus fällt zum ersten mal unter dem Kreuz

4. Station Jörg begegnet seiner Mutter
Jesus begegnet seiner Mutter

5. Station Simon besucht Jörg
Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

6. Station Veronika hilft Jörg
Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

7. Station Jörg geht es schlecht
Jesus fällt zum zweiten mal unter dem Kreuz

8. Station Christine D. und Frank reden über Jörg
Jesus begegnet den weinenden Frauen

9. Station Jörg leidet unter seiner Situation
Jesus fällt zum dritten mal unter dem Kreuz

10. Station Christine R. besucht Jörg
Jesus wird seiner Kleider beraubt

11. Station Jörg trifft Paddy und Stefan
Jesus wird ans Kreuz genagelt

12. Station Jörg verläßt Kreuzberg
Jesus stirbt am Kreuz

13. Station Jörgs Mutter vermisst ihn
Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

14. Station Réka und Bernhard reden über Jörg
Der heilige Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt

 

KRAFT ZUM LEBEN.Ein Doku-Talk

Vier Gäste und ein Moderator diskutieren anhand 3-minütiger Doku-Filme Situationen, Verhaltensweisen und Täterprofile ihres Alltags.

Kraft zum Leben erkennt:

Täglich werden wir mit einer Vielzahl von Situationen konfrontiert, in denen unsere individuellen Grenzen überschritten und verletzt werden und wir uns in unserer Freiheit eingeschränkt fühlen. Es sind Situationen, in denen wir immer wieder scheitern, die uns noch lange nach dem Erleben quälen. Probleme die zum Alltag gehören, in ihrer emotionalen Wirkung aber weit aus ihm herausstechen.

Kraft zum Leben fragt:

Wann beginne ich, Position zu beziehen? Wo sind meine Grenzen? Wann werden sie überschritten? Wie reagiere ich? Wann fange ich an, mich zu wehren? Wer sind die Täter des Alltags, die einen in solche Situationen bringen und unsere persönlichen Grenzen überschreiten? Wann werden wir selber zum Täter?

Kraft zum Leben zeigt:

Vier Gäste und ein Moderator diskutieren ohne festgelegte Texte und Rollen. Im ersten Teil des Talks werden Situationen aus dem Leben der Gäste behandelt, in denen sie sich nachhaltig bedrängt, eingeschränkt, verletzt gefühlt haben. Diese Fallbeispiele werden als 3minütige Doku-Filme eingespielt. Anschließend werden Situationen, Emotionen, Verhaltensweisen und Täterprofile von den Gästen diskutiert und analysiert. Nach einer Pause wiederholt sich der erste Teil, diesmal mit Fallbeispielen, in denen die Gäste sich selber als Täter empfanden und sich im nachhinein nachhaltig unwohl fühlen. Wie bei dem Fernsehformat Aktenzeichen XY werden die Filme aus dem Off kommentiert und mit einem Keyboard untermalt . Die Filme stellen Alltägliches als Delikt, Verbrechen dar und schaffen eine ironische Distanz zu den intimen Dokumenten.

Kraft zum Leben hilft:

Der Talk zeigt Situationen des individuellen Scheitern, als Teil der Normalität. Er dokumentiert, wie oft wir durch den dünnen Boden des Geregelten, Kontrollierbaren brechen. Er zeigt individuelle Bewältigung- und Verdrängungsstrategien, in denen sich die Zuschauer wiedererkennen.

 

Gezeigt und diskutiert werden:

Der Fall mit der überheblichen Kunst-Dozentin
Der Fall der gnadenlosen Telefon-Hotline
Der Fall mit den asozialen Pöblern vom Helmholtzplatz
Der Fall des unfairen CD-ROM Regisseurs
Der Fall mit den unfreundlichen Partygästen
Der Fall mit dem redseligen Kneipenbesucher
Der Fall der tratschenden Freundinnen
Der Fall mit dem gemeinen Rempler in der Oranienburger Straße