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Die Protagonisten sind original Humana Schmusetiere. Sie wurden
geliebt. Sie wurden weggegeben. Sie wurden für einen Euro an
Andreas Walter verkauft.
Die Zuschauer sitzen und stehen vor einem erleuchteten Kasten.
Kein Fernseher, sondern Bühne der monatlichen Second-Hand-Schmusetier-Soap:
Humana - Leben in Berlin.
Gezeigt wird ein dreissigminütiger Einblick in das Alltagsleben
halbjunger Berliner. Neben Ralf, einem Stoffschwein, streiten und
lieben sich Gabi, Jenni, Guido und andere Berliner Igel, Hasen und
Hunde in einem Umzugskarton. Die Kulissen sind Dias von Berliner
Cafés, Straßen und Wohnzimmern.
Jeden Monat werden in Second-Hand-Läden und Kleiderkammern
Plüschtiere gecastet. Sie spielen Rollen, die jeder kennt und
wiedererkennt: die Hasen-Sachbearbeiterin mit Rüschenkragen,
der Bärenvater in Midlifecrisis und Kunstlederanzug, die fahrige
Sozialarbeiter-Schildkröte, aber auch Plüschwesen der
aktuellen Prominenz und Halbprominenz.
Auch die Themen der Soap sind vertraut, und so kann es sein, dass
man sich in einer der Folgen selbst wiederfindet: in seiner Beziehung
(Gabi macht Schluss), im Konflikt mit den Eltern (Vater, es reicht!)
oder in der Arbeitslosigkeit (Ein Job für Ralf).
Neben dem Karton stehen Andreas Walter und Ulrike Dittrich auf
Bierkisten und agieren gleichzeitig als Darsteller und Puppenspieler.
Nach einer halben Stunde verstauen die Macher des Projekts interpicnic
Bühne, Technik und Ensemble wieder in ihrem Rucksack - nicht
ohne vorher den Konflikt der nächsten Folge anzureißen.
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