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Das szenische Assessmentcenter wird mit jeweils acht neuen Kandidaten
an unterschiedlichen Orten durchgeführt.
Selbstdarstellung hat zwei Seiten: sie ist notwendiges Übel
oder wiederkehrende Chance unseres Alltags. Beim Gedichtaufsagen,
bei der Partnersuche, beim Kreditgespräch in der Bank, im Gespräch
mit dem Vorgesetzten, Wohnungssuche, Asylantrag, Arbeitserlaubnis,
Green Card.
Immer müssen wir uns von unserer besten Seite zeigen. Aber
welches ist unsere beste Seite? In manchen Situationen scheint es
geboten, möglichst offen und ehrlich, eben authentisch zu sein.
In anderen wieder gilt es sich selbst zu verleugnen, um ein Ziel
zu erreichen. Zwischen diesen Polen liegen Billionen Möglichkeiten
der Darstellung des Selbst. Dass die Selbstdarstellung ein ureigenstes
Mittel des Theaters ist, macht sich BIN ICH GUT? zu nutze, um die
alltäglichen Vermarktungsstrategien des Ich mit szenischer
Spannung aufzuladen.
In einem fingierten Bewerbungsgespräch werden acht Laiendarsteller
als Bewerber von einer Stimme aus dem Off geprüft.
Der Zuschauer identifiziert sich zwangsläufig mit dem Befragten.
Dieser ist einer anonymen Instanz ausgeliefert, deren Kriterien
er nicht kennt. Für die Darsteller überschneidet sich
im Lampenfieber, im Wunsch sich gut zu verkaufen und in der Konkurrenz
mit den anderen Bewerbern, der theatrale Auftritt mit
der gespielten Situation. Sie werden mit Fragen konfrontiert, die
sich in den unterschiedlichsten Prüfsituationen immer wieder
stellen: Lebensziele, Misserfolge, Wertvorstellungen, Selbsteinschätzung.
Parallel zu Frage und Antwort werden Originalphotos aus den privaten
Alben der Bewerber an die Wand projiziert. Diese Photos zeigen die
Bewerber in privaten Situationen mit ihren Schulfreunden, in der
Familie, im Urlaub, bei der Hochzeit etc.. Sie kommentieren und
dokumentieren, objektiv und zugleich intim, das gleichzeitig stattfindende
Verhör.
Kandidaten für die nächste BIN ICH GUT? GREEN CARD können
sich bei Andreas Walter unter 29006735 hier
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